Jetzt reicht es wirklich

… und bin gegen 12 Uhr nachts einmal aufgewacht, Augen zu, weiterschlafen. Um halb sieben klingelte der Wecker. Wirklich wach war ich nicht, habe meine Tochter um 7 Uhr in den Kindergarten gebracht und habe mich tatsächlich danach wieder ins Bett verkrümelt und bin eingeschlafen oder wenigstens eingedöst. Wach wurde ich von dem miesesten Wecker aller Zeiten:

Clusterarschlochwecker

Und wieder an die Sauerstoffflasche und im Grunde war es das Gleiche wie am Vortag. Er ließ nach und ich musste aufhören meine Droge Sauerstoff zu schnüffeln, weil ich sonst zu lange dran war. Diesmal kann ich nicht zu lange gewartet haben, denn bei dem ersten Anzeichen sprintete ich los. Als er nachließ, aber definitiv nicht aufhörte verkrümelte ich mich wieder in mein Bett und habe tatsächlich wieder geschlafen. Um halb elf musste ich dann aufstehen, noch immer Restschmerz im Kopf. wenn das jetzt immer so ist, tolle Aussichten für die nächsten Tage.

Ich bin halb duselig zum Kindergarten gefahren. Ich will das so nicht. Ich weiß, ich bin mit nichts zufrieden. Nicht mit den Attacken, nicht mit dem Restschmerz … nee, ich will das gar nicht mehr. Gegen Nachmittag war der Schleier aus meinem Kopf dann auch weg und es fühlte sich wieder ein wenig wie „leben“ an. Warum ist diese Episode so anders?

Sollte der Sack mich morgen wider so extrem ärgern, experimentiere ich mit Sauerstoff und Imigran.

Schnüffel Sauerstoff und verschwinde!

 

Cluster zwingt zum schummeln

Gestern war der Tag, an dem er mich an den Rande der echten Verzweiflung gebracht hat. Ich habe es nicht einmal geschafft diese Beitrag zu schreiben, von daher ist er um einen Tag „geschummelt“.

Wir wollten den Geburtstag von meiner Mom nachfeiern, ich backte Minigugelhupf. Als ich um kurz nach eins nur noch die Glasur machen wollte wurde der Saftsack wach. Immer schneller lief die warme Schokolade über die kleinen Kuchen, auf Schönheit habe ich nicht mehr geachtet. Es musste sehr schnell gehen. Als ich fertig war, schnüffelte ich Sauerstoff, hochgedreht auf 12 Liter die Minute. Ich bin mir nicht sicher, ob es nicht schon zu spät war, der Penner hörte nicht auf, ließ lediglich etwas nach. Ich konnte nicht ewig schnüffeln, habe ich mir sagen lassen. Immerhin war der Sack nicht mehr so extrem, dennoch hörte und hörte es nicht auf.

Gegen drei Uhr fuhr ich los, noch immer diesen Restschmerz, vielleicht gehörte das auch noch zur Attacke, ich weiß es wirklich nicht. Und wieder ertappte ich mich beim Autofahren, während er noch Party feierte. Aber es war auszuhalten. Zwischendurch glaubte ich immer wieder, er ließe jetzt nach, aber dann stach er mit was auch immer einmal zu, so dass von nachlassen keine Rede mehr war. Nicht dramatisch, aber es reichte absolut aus, um zu verzweifeln. Wie gehabt, eine normale Attacke in dieser Intensität wäre beinahe ok … aber nicht, wenn es partout nicht aufhören wollte. Wie ich diese paar Stunden ausgehalten habe und noch nach Hause fahren konnte bleibt mir ein Rätsel. Vielleicht habe ich doch reichlich Selbstbeherrschung.
Ende vom Lied war, ich habe meine Tochter früh ins Bett gesteckt und als ich im Bett war, habe ich um 18.40 Uhr das letzte mal auf die Uhr geschaut …

Die letzten Reste

 

Fotoshooting mit Cluster“assi“stent

Nein, ich kann nicht sagen, dass Blödmann ein Tierfreund ist. Heute morgen konnte ich ihn mit Sauerstoff vertreiben, Gott, bin ich froh, das Teil hier stehen zu haben. Man gewöhnt sich daran, auch wenn es Anfangs echt komisch war. Und, wie immer, hoffte ich, dass es das für heute war. Clusterpenner enttäuscht mich nur immer wieder. Ich frage mich derzeit, warum ich diese Hoffnung noch nicht verloren habe, ich kenne den Sack doch lange genug.

Fotoshootingcluster –  öfter mal was Neues

Mitten in einem Fotoshooting fand er, dass er sich nun zu Wort melden könnte. Warum? Nur weil die Hunde und nicht er im Mittelpunkt standen? Wollte er vielleicht etwas über´s Fotografieren lernen? Will er meinen Kopf von innen fotografieren? Seinen Tobsuchtsanfall, wie er alles durcheinanderwirbelt – kann man das clustermäßig dokumentieren?
Ich schickte meine kleine Tochter zu meinem Korb, in dem ich Brote, Getränke und auch das heilige Imigran hatte. Sie brachte es mir und als ich merkte, dass er mich weiterhin ärgern wollte, nahm ich eine. Es hielt sich tatsächlich in Grenzen. Vielleicht war es wieder nur eine leichte Attacke, vielleicht hat Imigran seinen Teil dazu getan. Fotografieren und clustern ist dennoch Scheiße! Aber ich war etwas zeitgebunden, da nicht nur ein Shooting auf der Liste stand. Bei einer heftigen Attacke wäre das wohl kaum möglich gewesen.

Fotos – Clusterfreie Zone bitte

Geht´s eigentlich noch?

Er hat tatsächlich noch andere Sachen auf Lager. Ich hatte schon oft einen Restschmerz nach den Attacken, aber heute hätte ich mir am Liebsten alles aus meinem Kopf herausgerissen.
Es fing wieder alles mit den üblichen Verdächtigen an. Mein Klo – mein Freund. Der Würgreiz, beinahe schon nett im Gegensatz zu dem Schmerz. Ich kann mich aber nicht daran gewöhnen, dass das Herz Sprünge macht, dass ich glaube, ich bekomme keine Luft mehr, manchmal glaube ich, das könnte auch der Beginn einer Panik sein. Aber wovor?  Ich weiß doch, dass das Arschloch durch meinen Kopf fegt, mal mehr mal weniger. Aber wer weiß, vielleicht ist das auch nur eine normale Reaktion im Körper bevor er loslegt. Ich werde es wohl nie erfahren.
Imigran und Sauerstoff konnten den fürchterlichen Schmerz lediglich etwas mindern, ließen die Attacke aber nicht verschwinden. Es war auszuhalten – eigentlich. Jede normale Attacke wäre so super und ohne Medikamente auszuhalten. Man muss sich halt nur zusammenreißen.  Aber nach fast vier geschlagenen Stunden war auch das nicht mehr zu ertragen. Und als das dämliche Arschloch sich endlich zurückzog, war mein Kreislauf völlig im Eimer. Mit wackeligen Beinen und gar nicht klar im Kopf musste ich irgendwie einkaufen gehen. Ich bin mir bis jetzt nicht sicher, wie ich das hinbekommen habe. Haushalt? Naja ich musste mich immer wieder auf meine Couch verkrümeln, weil ich zu „schlapp“ war. Mit Cluster wird es halt nie langweilig und der Penner sorgt schon für Zwangspauen. Er will halt nicht, dass man sich überarbeitet.

Und heute Abend schlug er gleich wieder zu…. „Du Sack warst noch nie Abends da! Brauchst damit jetzt nicht anfangen! Gott sei Dank relativ kurz, halbwegs zu ertragen. Warum ich bei „auszuhalten“ keine Medikamente nehme, wenn ich den Schmerz doch eigentlich verschwinden lassen könnte? Weil der Sack einen lehrt die Medizin zu schätzen. Jede überflüssige Einnahme könnte einmal weniger Wunderwaffe bei Hammerattacken bedeuten. Ausserdem habe ich Angst, dass sie irgendwann nicht mehr wirkt.

Und da er diese Episode ein bisschen blöd ist, dürfte ich morgen wieder einen Ruhetag haben. Das wäre sehr nett, da ich morgen ein paar Hundefotos gegen Spendengelder für einen kranken Hund machen möchte. Eigentlich waren es ursprünglich zwei Hunde, aber meine kranke Windhunddame haben wir Mittwoch Abend für immer einschlafen lassen.
Trotzdem, nach den Fotos sind wir wieder regulär auf dem Hundeplatz …. und da will ich Dich nicht!!!!! Vielleicht ist er ja ein Tierfreund und unterstützt den Verein mit einer „Du hast morgen keine Attacke“ -Spende.

Mach mal Pause, Du dämliches  …..

Auch Cluster macht Geschenke zum Geburtstag

Gestern zeigte er mir zwar, dass er noch da war, aber es waren wieder nur kurze flüchtige Anflüge von Tobsuchtsanfall. Also nicht annähernd was Ernstes. Soviel wieder zum Zweitagesrythmus.

Heute bin ich 40 geworden. Als wenn das nicht schon Drama genug ist, machte mir der Sack ein kleines Geburtstagsgeschenk. Ich bemerkte bereits die ersten Vorboten, die Hoffnung schier unendlich, dass es nicht so schlimm werden würde. Aber Überraschung: Wenn schon ein Geschenk zum Runden, dann auch ein Richtiges!

Und ich schielte den Sauerstoff an, überlegte, ob ich mich dranhängen sollte, ging aber schnurstracks in die Küche und inhalierte gierig Imigran. Ich hatte schon echte Probleme damit 40 zu werden. Dann aber auch noch an der Sauerstoffflasche zu hängen, das fühlte sich elendig alt an. Morgen ist das nicht das Problem, aber nicht heute! Und ich flehte Waffe Imigran an, zu helfen… . Es dauerte natürlich wieder seine Zeit. Warum hilft das nicht mehr so wie sonst?
Den restlichen Tag hatte er erbarmen mit mir. Aber ich wartete auf die Dinge, die die nächsten Tage kommen werden.

Ich bin 40 und mein derzeitiger Gesundheitszustand (mal abgesehen von den anderen Wehwehchen):

Macht Spaß alt zu werden